Abschluss im ÖD – eine kleine Nachschau

Nun sind seit dem Abschluss im Öffentlichen Dienst für die Bundes- und Kommunalebene einige Tage ins Land gegangen, da wird auf der Arbeitgeberseite wieder darüber nachgedacht, wie diese Erhöhung der Gehälter direkt durch die Belegschaft zu kompensieren ist. Die Devise lautet, dass eine Tariferhöhung immer für den Haushalt kostenneutral zu erfolgen hat!

Wie sieht diese Neutralität in der Praxis aus? Sie wird regelmäßig durch ein Ausweiten des Personalmangels erreicht, da frei gewordene Stellen nicht neu besetzt werden. Statt dessen wird die zu erledigende Arbeit einfach auf die anderen Kolleginnen und Kollegen verteilt. Reicht dies noch nicht, kommt ein weiteres probates Mittel zum Tragen, nämlich die Vergabe von Aufträgen in die Privatwirtschaft.

Wer nun sagt, dass dies alles nicht so schlimm sein würde, geht bestimmt auch gleichermaßen davon aus, dass sich an der Leistung nichts ändern wird, wenn die Aufgabendichte für den Einzelnen verstärkt wird. Es bleibt sicher alles beim alten. Der Krankenstand spricht allerdings eine andere Sprache.

Wer aber zufriedene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der leistungsfähigen Verwaltung möchte, sollte sich dafür einsetzen, dass der aktuelle Abschluss wirklich einen Mehrwert für sie darstellt, und nicht durch führende Politker in allen Ebenen zur Farce wird.

Deshalb sollte dies für Düsseldorf bei der kommenden Kommunalwahl bedacht werden, wenn man in der Wahlkabine steht, ob man in der Verwaltung wieder eine Atmosphäre möchte, wodurch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder Spass an ihrem Job haben, oder weiter für Schuldenbremse auf Kosten der Angestellten sorgen möchte.

Soviel für heute
Euer Peter Kreutler

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